Welche Papierstärken für welches Produkt?

Wenn es um Printprodukte geht, gesellt sich zur Frage nach der Papierqualität die Frage nach der Papierstärke. Papierstärken oder Papiergrammaturen werden in der Einheit g/m² angegeben. Wenn man ein paar Eckwerte im Kopf behält, lassen sich Fehler oder Unsicherheiten bei der Bestellung von Drucksachen vermeiden. So hat ein klassisches Briefpapier eine Papierstärke von ca. 80-90 g/m². Eine Visitenkarte sollte hingegen eine Papierstärke von 250-300 g/m² aufweisen, damit das Endprodukt Ihr Unternehmen durch eine ausreichend feste Haptik und Stabilität würdevoll repräsentiert. Für Folder und Flyer gibt es hierbei wiederum keine festen Regeln. Oftmals bestimmt hier der Zweck die Papierstärke. Soll ein Flyer z.B. per Postversand möglichen Kunden gelangen, wird man natürlich auch die Versandkosten nach Gesamtgewicht der Aussendung zu Rate ziehen müssen. Die Formel hierzu lautet:
Blattformat (offen) in cm x Papiergewicht (g pro m2)
geteilt durch 10.000 x Blattzahl

Beispiel für ein DIN A4-Blatt 80g/qm: (29,7 x 21) X 80
geteilt durch 10.000 = 4,99 g pro Blatt

Plant man die Herstellung eines repräsentativen (Image)Folders, so wird man gut beraten sein, auch hier eine relativ feste und repräsentative Grammatur zu wählen. Allerdings sollte man hier auch berücksichtigen, dass ein Falzen ab einer Grammatur von ca. 170g/m² zum Brechen der Papierkante führt und das Papier deshalb unbedingt vorab gerillt werden sollte, um solch hässliche Bruchkanten zu vermeiden.

Bild brechende Papierkante bei hoher Papierstärke

Unsaubere Falzkante bei Grammaturen ab 170 g/m² Papierstärke

Weitere übliche Grammaturen:

Zeitungspapier 50 g/m², Plakatpapier ca. 90 g/m², Postkartenkarton ab 170g/m²

 

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